Erklärung
Was ist die Beulenpest?
Die Beulenpest (Erreger: lat. Yersinia Pestis) ist eine bakterielle Infektion, verursacht durch einen Floh-, Ratten- oder Mäusebiss (mehr dazu im Artikel "Wie wird die Beulenpest übertragen"). Nach circa 1-7 Tagen treten die ersten Symptome, nämlich Kopf- und Gliederschmerzen und leichtes Fieber auf. Später Bekommt man Beulen unter den Achseln, in den Kniekehlen und teilweise im Gesicht. Die Beulen werden teilweise so groß wie ein Tischtennisball oder noch größer. Ebenfalls haben sie blutige Ausscheidungen und der Patient beginnt Blut zu husten. Wenn man früh genug die Behandlung mit dem Antibotikum Streptomycin, Gentamycin, Tetracyclinen (z. B. Doxycyclin) oder Chloramphenicol beginnt, haben Sie gute Aussichten zu überleben. Die Behandlung erfolgt erst Intravenös (z.B. über eine Infusion oder Spritze) und später über Tabletten.
Wie wird die Beulenpest übertragen
Die Beulenpest wird über Ratten, Mäuse und deren infizierte Flöhe übertragen. Durch den Biss des Tieres gelangt der Speichel des Tieres mit dem Erreger in die Wunde und damit auch in die Blutbahn des Patienten (bei Lungenpest auch über eine Tröpfcheninfektion). In der Blutbahn des Patienten können sich die Erreger im ganzen Körper verteilen und ganz einfach die Organe befallen. Dadurch kommt es zu einer erschwerten Diagnose. Bis heute ist noch kein Impfstoff auf der ganzen Welt zugelassen. Daher gilt: "Wenn Sie in ein betroffenes Gebiet, wie Madagaskar, die Mongolei, Vietnam, Myanmar, Indien und Peru reisen, vermeiden sie jeglichen Kontakt mit Nagetieren, wie Ratten, Mäusen und Co. und Haustieren, da diese infiziert sein könnten.